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Urologische Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Joachim Rothamel
Dr. med. Thomas Nippold
Dr. med. Matthias Fretschner
Annastr. 8-10, 86150 Augsburg, Tel. 08 21 / 51 22 00, Fax 08 21 / 15 74 32
www.urologen-augsburg.de
Kleines Wörterbuch
Quelle: Broschüre "Kleines Wörterbuch für Prostatakrebspatienten", herausgegeben vom Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS)
A-B | C-D | E-F | G-H | I-K | L-M | N-O | P-R | S-T | U-Z
A
Abdomen
Bauch; Körperteil in dem sich Bauchspeicheldrüse Magen, Dünn- und Dickdarm, Leber, Harnblase und andere Organe befinden.
Ablation
Operative Abtragung, Entfernung; bei Hormonen auch Entzug bzw. Unterdrückung der Produktion.
Absetzungsrand
Schnittrand bei der operativen Entfernung der Prostata.
Adenom
Gutartiges Geschwulst mit Ursprung in den Drüsenzellen.
Adenokarzinom
Bösartiger Krebs, der sich aus Zellen eines Drüsenorgans (z.B. Prostata) entwickelt.
adjuvante Therapie
Eine die Operation oder Strahlentherapie unterstützende bzw. begleitende Therapie, die das Risiko eines Rückfalls minimiert. Man unterscheidet zwischen adjuvanter Hormontherapie und adjuvanter Strahlentherapie (nach Operation). Eine adjuvante Hormontherapie ist zeitlich auf ca. 2-3 Jahre begrenzt.
Adrenalektomie
Operative Entfernung der Nebennieren.
ADT
Androgendeprivationstherapie; diese Therapieform setzt auf den Entzug der Androgene Testosteron (T) und Dihydrotestosteron (DHT), die das Wachstum eines Prostatakarzinoms fördern.
Afterloading
Nachladetechnik. Lokale Strahlentherapie, bei der radioaktive Substanzen durch Hohlnadeln in den Tumor oder in der Nähe des Tumors eingebracht und auch wieder entfernt werden; Das umliegende gesunde Gewebe bleibt weitgehend von den Strahlenauswirkungen verschont.
Agonist
Pharmakologische Substanz, die sich mit einem Zell-Rezeptor verbindet, um Eigenschaften in der Zelle zu verändern. Das Gegenteil ist ein Antagonist.
Algorithmus
Ein schrittweise festgelegtes Verfahren zur Lösung von generalisierten Problemstellungen.
alimentär
Ernährungsbedingt, bzw. mit der Ernährung zusammenhängend.
alkalische Phosphatase
(AP-Wert oder ALK PHOS) Kommt in allen Körperzellen vor und ist die Summe aus verschiedenen Unterenzymen; Wird wie PSA und Testosteron im Blut gemessen. Bei Prostatakrebs steigt die ALK PHOS im Falle von Knochenmetastasen an.
altersspezifischer PSA-Spiegel
Der PSA-Spiegel nimmt normalerweise mit dem Lebensalter zu. Dies ist bei der Beurteilung des PSA-Tests zu berücksichtigen.
Analgetika
Sammelbegriff für Schmerzmedikamente.
Analogon
Substanz, die in der Struktur einem Vorbild ähnelt und sich deshalb an die entsprechenden Rezeptoren einer Zelle binden und diese stimulieren kann.
Anamnese
Krankengeschichte eines Patienten.
Anastomose
Die neue Verbindung zwischen Blasenhals und Harnröhre nach operativer Entfernung der Prostata.
Androgenblockade
Unterbindung der Wirkung der männlichen Hormone (Androgene).
Androgendeprivation
Unterdrückung der natürlichen Testosteronproduktion.
Androgene
Männliche Geschlechtshormone (z.B. Testosteron).
Androgenrezeptor
Eine strukturelle Einheit innerhalb einer Zelle, an der Androgene ihre Wechselwirkung entfalten und eine DNA-Aktivität auslösen.
androgenunabängige Zellen
Zellen des Prostatakarzinoms, die zum Wachstum keine männlichen Hormone (Androgene) mehr benötigen.
Antiandrogene
Substanzen, die die Wirkung männlicher Geschlechtshormone an ihren Bindungsstellen blockieren und so deren Wirkung in den Prostatakrebszellen verringern bzw. aufheben. Man unterscheidet zwischen steroidalen und den nebenwirkunsärmeren nichtsteroidalen Antiandrogenen.
Angiogenese
Bildung von Blutgefäßen.
Antagonist
Eine chemische Substanz, die im Körper die physiologische Aktivität einer anderen chemischen Substanz reduziert oder unterbindet.
Antigen
Substanz, die vom Organismus als fremd erkannt wird und eine Reaktion des Immunsystems, die Bildung von Antikörpern auslöst.
Antikörper
Substanzen, die im Körper als Reaktion auf Antigene gebildet werden, um diese zu bekämpfen.
antiproliferativ
Wachstumshemmend.
Anurie
Sehr geringe oder sogar fehlende Harnausscheidung.
Anus praeter
Künstlicher Darmausgang.
Apex
Spitze.
apikal
An der Spitze bzw. am Kopfende gelegen.
Aplasie
Fehlende bzw. verzögerte Entwicklung oder Neubildung von Zellen/Gewebe z.B. nach einer Chemotherapie.
Apoptose
Programmierter Zelltod.
Applikation
Verabreichung z.B. eines Medikamentes; Anwendung.
Arornatase
Enzym, das Testosteron in Östrogen umwandelt.
artifizieller Sphinkter
Künstlicher Schließmuskel am Blasenhals (Blasenausgang), der zur Behandlung einer schweren Inkontinenz operativ eingesetzt wird.
asymptomatisch
Ohne Krankheitszeichen (Symptome).
Atrophie
Rückbildung eines Organs, Gewebes oder Zellen z. B. durch Mangelernährung oder Durchblutungsstörung.
Atiologie
Lehre von den Ursachen der Krankheiten.
Atypie
Zell- bzw. Gewebeatypie; Abweichen der Zellen bzw. des Gewebes von normaler Form und innerer Struktur.
Ausgangs-PSA (Basis-PSA, bPSA)
PSA-Wert vor Beginn einer neuen Behandlung.
Ausscheidungsurogramm
Eine Röntgenuntersuchung die den Abfluss des Urins aus den Nieren sichtbar macht; Dazu wird ein Kontrastmittel intravenös gespritzt.
azinös
Beerenförmig.
B
Ballondilatation
Dehnung der Harnröhre mit einem Ballonkatheter.
basal
Liegt an der Basis bzw. betrifft die Basis.
Beckenbodengymnastik
Maßnahme u.a. zur Kräftigung des Schließmuskels um Inkontinenz entgegenzuwirken.
benigne
Gutartig.
benigne Prostatahyperplasie (BPH)
Gutartige Vergrößerung der Prostata.
Bicalutamid
Wirkstoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiandrogene.
bilateral
Beidseitig.
Biopsie
Entnahme einer Gewebeprobe zur mikroskopischen Untersuchung.
Blasenhalsstenose
Durch Narbengewebe verursachte Verengung des Blasenhalses, die den Abfluss des Urins behindert.
Blasenkatheter
Künstliche Harnableitung mit einem weichen, sterilen Kunststoffschlauch (Katheter) durch die Harnröhre oder im Notfall und für längeren Einsatz direkt durch die Bauchwand; Angewandt bei Harnstau durch Prostatavergrößerung oder zu diagnostischen Zwecken.
Blastom
Im medizinischen Sinne eine echte Geschwulst, also eine Neubildung (Neoplasma) aus undifferenzierten jungen Zellen.
BPH
siehe benigne Prostatahyperplasie.
Brachytherapie
Methode der Strahlentherapie; die Strahlenquellen (Seeds) werden direkt im vom Tumor befallenen Organ platziert. "Brachy" (griech. "kurz") steht für die kurze Reichweite der Strahlung.
Buserelin
Wirkstoff aus der Gruppe der LHRH-Analoga.